Wie kein anderes soziales Netzwerk hat Facebook in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Das von Mark Zuckerberg gegründete Netzwerk revolutionierte quasi die Welt des Internets, indem es zu einer der wichtigsten Kommunikationsplattformen auf der ganzen Welt avancierte. Wo ein Unternehmen Erfolge feiern kann, möchten sich natürlich auch andere Unternehmen ein Stück vom Kuchen sichern. Dazu gehört auch Google, die mit Google Plus einen Konkurrenten ins Rennen schicken. Der Schritt scheint dabei durchaus logisch zu sein. Mit dem eigenen sozialen Netzwerk Orkut war man lediglich in Indien und Brasilien erfolgreich. Weltweit spielte das ebenfalls 2004 entwickelte Netzwerk allerdings keine große Rolle. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Branchenriese Google Interesse daran zeigte, ebenfalls ein eigenes soziales Netzwerk auf die Beine zu stellen.
Was kann Google Plus?
Wichtig ist, dass sich ein neues soziales Netzwerk in gewissen Funktionen vom bisher etablierten Konkurrenten unterscheidet. Nachdem andere Netzwerke wie StudiVZ bereits deutlich von Facebook in ihren Schranken verwiesen worden, scheint sich mit Google Plus nun ein ernst zu nehmender Konkurrent zu etablieren. Das ist zu begrüßen, denn Google Plus sorgt für Abwechslung. Natürlich setzt man bei Google Plus darauf, dass bereits vorhandene Dienste von Google selbst entsprechend integriert werden. Der große Unterschied zur Konkurrenz ist, dass man bei Google Plus im Gegensatz zu den meisten anderen sozialen Netzwerken auch einseitige Freundschaften eingehen kann.
Circles – die eigenen Freundeskreise
Die Freundschaften werden dabei in so genannte in so genannte "Circles", also Kreise, unterteilt. Man darf seinen eigenen Circles die Benutzer individuell zuweisen. Somit lässt sich beispielsweise ein eigener Circle nur für Freunde oder Familienmitglieder einrichten, während man Bekannte oder Arbeitskollegen in einem anderen Circle verwaltet. Der Vorteil dieser Circles ist, dass man bestimmte Informationen auch nur mit ausgewählten Circles teilen kann. Dies erweist sich besonders dann als praktisch, wenn man beispielsweise Bilder der letzten Familienfeier mit seiner Familie teilen möchte, die Arbeitskollegen aber nicht unbedingt daran teilhaben lassen möchte. Weitere Innovationen sind die "Hangouts" genannten Chats, in denen bis zu zehn Personen per Videokonferenz miteinander chatten können.
Garantiert ein schnelles Wachstum den Erfolg?
Im Juni 2011 wurde die Plattform Google Plus ins Leben gerufen. Konnten anfangs nur Mitglieder neue User einladen, war es ab September 2011 generell jedem User möglich sich dort anzumelden. Das Wachstum der Plattform war dabei anfangs gigantisch. Nach gerade einmal 88 Tagen hatten sich bereits mehr als 40 Millionen Benutzer für die Plattform angemeldet. Somit ist Google Plus wesentlich schneller als Facebook gewachsen, welches für dieselbe Anzahl an Usern erst nach 1325 Tagen erreichte. Natürlich spielte hier der bereits etablierte Name von Google selbst eine große Rolle. Zudem waren auch die Versprechen der Firma vor dem Release mit dafür verantwortlich. Diese wurden allerdings auch eingehalten, denn Google Plus sorgt für Abwechslung im Bereich der sozialen Netzwerke. Wurde anfangs übrigens ein Mindestalter von 18 Jahren bei der Anmeldung vorausgesetzt, ist mittlerweile nur noch ein Alter von mindestens 13 Jahren erforderlich. Ende Dezember 2011 liegt man bereits bei 62 Millionen Usern, wobei die Zahl der User täglich weiter wächst.